Unsere Leistungen

Unsere Angebote für Sie!

Patienten mit chronischen Schmerzen haben oft eine komplizierte und vielschichtige Krankheitsgeschichte hinter sich. Aus diesem Grund arbeiten wir mit Ärzten verschiedener Fachdisziplinen mit Psychologen und Physiotherapeuten zusammen.

Mit der speziellen Schmerztherapie behandeln wir 

  • Tumorschmerzen
  • komplexe, regionale Schmerzsyndrome (z. B. Morbus Sudeck)
  • Schmerzen des Bewegungsapparates und der Weichteile
  • Kopf- und Gesichtsschmerzen
  • viszerale Schmerzen (im Bereich der Eingeweide)
  • Ischämieschmerzen (bei Durchblutungsstörungen)
  • Schmerzen nach Infektionen (z. B. nach Gürtelrose)
  • zentralen Schmerz (z. B. nach Schlaganfall)
  • Nervenschmerzen

Dabei setzen wir verschiedene Formen der Reflextherapie ein wie bspw. die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS), die Akupunktur oder die Kältereflextherapie. 

Wir empfehlen Ihnen sich schnell und frühzeitig mit uns in Verbindung zu setzen, wenn Sie an bleibenden Schmerzen nach einer Gürtelrose, an Sudeck-Dystrophie oder an Tumorschmerzen leiden. 

Anästhesie

Sie müssen sich demnächst einer ambulanten Operation unterziehen, bei der wir Sie als Anästhesisten betreuen werden. Wir verfügen alle über eine mehrjährige spezielle Facharztweiterbildung für Anästhesie und über eine große Berufserfahrung. 
Unsere Praxisklinik arbeitet mit operativ tätigen Kollegen der folgenden Fachbereiche zusammen:

  • Allgemein-, Gefäß-, Hand- und Unfallchirurgie
  • Orthopädie
  • HNO
  • Mund-, Kiefer-, Gesichts-Chirurgie
  • Zahnheilkunde
  • Urologie
  • Augenheilkunde

Die Operationen finden in unseren verschiedenen Tageskliniken und in den Praxen der operierenden Kollegen statt.

Die Möglichkeit im Rahmen einer Anästhesie (griech.: „Empfindungslosigkeit“) den Schmerz auszuschalten, zählt zu den größten medizinischen Errungenschaften überhaupt. Nur so konnten schmerzfreie Operationen ausgeführt und die Chirurgie weiterentwickelt werden. 

Heute gehört sie zu den modernsten und innovativsten Medizinbereichen. Als Anästhesisten stehen uns hochwirksame, sichere Medikamente und ausgereifte Hightech-Geräte zur Verfügung, die dem Patienten eine umfassende Behandlung und Überwachung während der Operation gewährleisten. Je nach Eingriffsart und Patient werden Schlafmittel, Schmerzmittel, und ggf.  Medikamente  zur Muskelerschlaffung  gegeben. Diese werden nach der ausführlichen Vorbesprechung genau auf den einzelnen Patienten und die anstehende Operation abgestimmt. Nicht nur Gewicht und Größe sind von Bedeutung. Vorerkrankungen, Allergien, Herz-Kreislaufzustand, Narkosen in der Vergangenheit, Ängste und vieles mehr werden mit in die Planung der Narkose einbezogen

Bei einer Vollnarkose schalten wir das Bewusstsein und die Schmerzwahrnehmung im ganzen Körper durch das Gehirn aus. Wir kontrollieren die Schmerzfreiheit und überwachen die Atmung und den Kreislauf während der Operation. Während der gesamten Operation erhalten wir den tiefschlaf-ähnlichen Zustand aufrecht.

Während der gesamten Dauer der Vollnarkose wird der Patient an Überwachungsgeräte von Herz, Kreislauf und Atmung angeschlossen, mit deren Hilfe wir alle wichtigen Organfunktionen kontrollieren können. Zu Beginn der Narkose wird ein schnell wirksames Schlafmittel über eine Dauerkanüle (Plastiknadel) gespritzt, das für die Dauer der Operation mittels Infusion verabreicht wird. Sobald der Patient eingeschlafen ist und seine Umgebung nicht mehr wahrnehmen kann, erhält er Sauerstoff entweder über eine Kehlkopfmaske, eine Gesichtsmaske (Maskennarkose) oder über einen Beatmungsschlauch (Tubus), der in die Luftröhre eingeführt wird (Intubation). Sie spüren hiervon nichts, es kann jedoch in einigen Fällen, nach dem Aufwachen ein Husten oder Kratzen im Hals auftreten. Beim Erwachen ist der Beatmungsschlauch schon wieder entfernt.
Übelkeit und Erbrechen nach der Narkose, früher sehr häufig auftretend, lassen sich heute durch die Kombination mehrerer Medikamente oft schon vorbeugend behandeln, und sind dadurch eher Seltenheit  geworden.


Schwere Narkosezwischenfälle sind heute glücklicherweise extrem selten geworden. Hierzu hat die hervorragende Steuerbarkeit der modernen Medikamente ihren Beitrag geleistet, genauso aber auch eine extrem ausgefeilte und verlässliche Überwachungstechnik, sowie die professionelle Durchführung durch uns als speziell ausgebildete Narkoseärzte und Pflegekräfte.

Auf Grund individueller Unterschiede, aber auch der unterschiedlichen chirurgischen Reize, variiert die Menge an Narkosemitteln bei den Patienten. In der Allgemeinanästhesie liefern herkömmliche Überwachungskriterien (Blutdruck, EKG, u.a.) nur eine sehr grobe Einschätzung des Bewusstseinsniveaus (Wachheitsgrad, Narkosetiefe). Narkose- und Beruhigungsmittel haben aber auch eine messbare Auswirkung auf die Gehirnaktivität, die wir mittels EEG (Elektroenzephalogramm) zeitnah messen können. Sie ist eindeutig und spiegelt fein abgestimmt die Narkosetiefe wider. Dieses ist bereits mehrfach durch Studien belegt worden.

Die Überwachung der Narkosetiefe mittels bietet einige Vorteile.

  • Individuelle Anpassung der Narkosemittel während der Narkose 
  • Ein mögliches Erwachen unter Narkose wird verhindert
  • Schnelleres Aufwachen und Verminderung unerwünschter Nebenwirkungen

Besonders empfehlenswert ist die zusätzliche Narkoseüberwachung mittels EEG für Patienten:

  • bei denen sich der Zustand häufig und plötzlich verändern kann
  • mit Erkrankungen der Blutgefäße
  • bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme
  • mit Adipositas
  • bei regelmäßigem Nikotin- und Alkoholkonsum
  • bei denen eine geringere Anästhesietiefe erforderlich ist

Auf Grund der Vorteile haben wir uns für die Überwachung der Narkosetiefe mittels EEG-Monitoring entschieden. Leider wird dieses Verfahren nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen anerkannt und wird dementsprechend für die Mitglieder nicht übernommen. 
Falls Sie die beschriebene Zusatzleistung, Überwachung der Narkosetiefe mittels EEG wünschen, teilen Sie uns dies vor Beginn der Narkose mit. Wir händigen Ihnen einen gesonderten Behandlungsvertrag aus. Die Gebühren richten sich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) Ziffer 827 a und betragen zur Zeit 50€.

Bei verschiedenen Verfahren der Lokal- bzw. Regionalanästhesie wird die Schmerzempfindung nur im Operationsgebiet ausgeschaltet. Das Bewusstsein ist hierbei erhalten. 

Bei der Spinalanästhesie wird ein örtliches Betäubungsmittel im Bereich der Lendenwirbelsäule in den Spinalraum eingespritzt, das die dort verlaufenden Nerven betäubt. Die Schmerzempfindung im Operationsgebiet wird blockiert, die Beine sind vorübergehend taub und unbeweglich.

Bei der axillären Plexusanästhesie wird ein örtliches Betäubungsmittel in die Nähe von Nervenbahnen des Armes in die Achselhöhle gespritzt. Nach etwa 30 Minuten wird der Arm taub und schmerzfrei und in seiner Bewegung eingeschränkt.  Abhängig vom verwendetem Medikament hält dies unterschiedlich lange an.

Schmerztherapie

Patienten mit chronischen Schmerzen haben oft eine komplizierte und vielschichtige Krankheitsgeschichte hinter sich. In unseren Behandlungen sehen wir den ganzen Menschen, das heißt sowohl die Berücksichtigung seiner körperlichen, als auch seiner seelisch und sozialen Belange. In diesem Vorsatz sehen wir die Voraussetzung Ihnen bestmöglich zu helfen. Wir betrachten uns hierbei als „Netzwerker“, sodass wir mit Ärzten verschiedener Fachdisziplinen, mit Psychologen und Physiotherapeuten sowohl ambulant als auch stationär zusammenarbeiten.

Mit der speziellen Schmerztherapie behandeln wir 

  • Kopf- und Gesichtsschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Phantom-, und Stumpfschmerzen
  • Schmerzen bei Nervenleiden
  • Schmerzen bei Durchblutungsstörungen
  • Schmerzen bei Multipler Sklerose
  • Chronische Schmerzen nach Operationen und Verletzungen
  • Schmerzen bei Fibromyalgie
  • viszerale Schmerzen (im Bereich der Eingeweide)
  • zentralen Schmerz (z. B. nach Schlaganfall)

Wir empfehlen eine möglichst frühzeitige Kontaktaufnahme bei:

  • Bleibenden Schmerzen nach Gürtelrose
  • Sudeck-Erkrankung
  • Tumorschmerzen

Möglichkeiten der Schmerztherapie

Bei der ganzheitlichen Behandlung der Schmerzerkrankung werden die schulmedizinischen Methoden der modernen Schmerztherapie angewandt. 

Unser Behandlungsspektrum umfasst folgende Möglichkeiten:

  • Die medikamentöse Schmerztherapie
  • Nerven- und Sympathicusblockaden
  • Schmerzmittelinjektionen
  • Triggerpunktinjektionen
  • Rückenmarksnahe Verfahren (Peridurale Injektion)
  • TENS-Therapie
  • Akupunktur
  • Psychosomatische Heilbehandlung
  • Stationäre multimodale Schmerztherapie

Die medikamentöse Therapie stellt in der Regel bei chronischen Schmerzen die Basis der Schmerzbehandlung dar. Je nach Art der Schmerzerkrankung werden Schmerzmittel unterschiedlicher Wirkstärke und Wirkmechanismus entsprechend des WHO – Stufenschemas und sogenannter „Co-Analgetika“ (schmerzmittelunterstützende oder nebenwirkungsreduzierende  Medikamente) eingesetzt.

Die optimalste Wirkung und Schmerzreduktion wird durch die regelmäßige Einnahme der Medikation nach einem festen Zeitschema erreicht. Nichts desto trotz ist beispielsweise bei bestimmten Schmerzen wie Durchbruchschmerzen bei Tumorerkrankungen oder belastungsabhängigen Schmerzen trotz Basismedikation eine Extragabe („bei Bedarf“) eines Schmerzmittels erforderlich.

Unter einer Nervenblockade versteht man die vorübergehende oder dauerhafte Ausschaltung eines Nerven, der den Schmerz vermittelt. Dieses wird durch örtliche Betäubungsmittel („Lokalanästhetika“) oder durch die Zugabe eines Kortisonpräparates (antientzündlich, abschwellend) erreicht. 

Bei bestimmten Schmerzerkrankungen wie der Sudeck-Erkrankung wird der Schmerz über das vegetative Nervensystem (autonom - unwillkürlich) vermittelt. Ein Bestandteil der Therapie sind regionale Sympathikusblockaden, wobei nur der betroffene Arm oder das Bein medikamentös behandelt wird. Zentrale Sympathikusblockaden (Injektion an Nervenknoten im Bereich der Hals- oder Lendenwirbelsäule) werden bei Begleiterscheinungen wie Kälte, übermäßigem Schwitzen oder Schmerzen, die mit anderen Methoden nicht behandelt werden können, durchgeführt.

Die VNS Analyse misst über die Herzfrequenzvariabilität (HRV) das vegetative Nervensystem.

Die VNS Analyse zeigt einfach, schnell und weltweit wissenschaftlich anerkannt wie unser vegetatives Nervensystem (VNS) reguliert und funktioniert. Das VNS mit seinen beiden Hauptnerven Sympathikus und Parasympathikus, auch Vagus genannt, ist eine übergeordnete Steuerzentrale im Körper, welche untergeordnete Prozesse und alle Vitalfunktionen wie  Blutdruck, Atmung, Herzfrequenz, Immun-, Hormon- und Verdauungssystem, Energiebereitstellung usw. steuert und reguliert.

Das Herz rückt bei der VNS Analyse in den Mittelpunkt. Da es direkt von Sympathikus und Parasympathikus über das Reizleitungssystem gesteuert wird, dient es bei der VNS Analyse als Erfolgsorgan um das vegetative Nervensystem zu messen.
Da vom Sympathikus und Parasympathikus innere und äußere Reize registriert und verarbeitet werden, folgen sinnvolle Reaktionen (Regulation) um den Organismus bestmöglich auf die aktuellen Bedürfnisse vorzubereiten (z.B. akute Gefahr = Energiebereitstellung).
Eine Störung des VNS mit überaktivem Sympathikus und hypoaktivem Parasympathikus wird physiologisch und zwangsläufig zu einer geänderten Erregung des Herzens führen. Dadurch wird die Herzfrequenzvariabilität (Abstand von Herzschlag zu Herzschlag) entsprechend verändert und ist somit messbar!

THERAPIEMÖGLICHKEITEN – SCHULMEDIZIN

  • Sympathikomimetika (Stimmulieren den Sympathikus)
  • Sympathikolytika (Reduzieren den Sympathikus)
  • Parasympathikomimetika (Stimmulieren den Parasympathikus)
  • Parasympathikolytika (Reduzieren den Parasympathikus)
  • Betablocker
  • Calcium Antagonisten
  • ACE Hemmer
  • … und weitere

THERAPIEMÖGLICHKEITEN – KOMPLEMENTÄRMEDIZIN

  • Autogenes Training
  • Craniosakraltherapie
  • Neuraltherapie
  • Komplexhomöopathie
  • Psychotherapie
  • Biofeedback
  • … und weitere

THERAPIEMÖGLICHKEITEN – DER PATIENT SELBER

  • Atemtechniken / Atemübungen
  • Bewegung
  • Entspannung
  • Gesund Ernährung
  • Stress reduzieren
  • Konfliktlösung
  • Autogenes Training

Bei der VNS Analyse handelt es sich um eine IGEL-Leistung (Individuelle Gesundheitsleistung).

Akute oder chronische Schmerzzustände, beispielsweise der Gelenke oder der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke) der Hals-, Brust- oder noch häufiger der Lendenwirbelsäule können durch das gezielte Einspritzen eines Betäubungsmittels oder in Kombination mit einem Kortikoid behandelt werden.

Triggerpunkte sind bei akuten und chronischen Schmerzen sehr häufig zu finden und sind in sogenannte Myogelosen - knötchenförmige Verhärtungen in der Muskulatur -, die durch Über- oder Fehlbelastung, Haltungsstörungen, Verspannungen oder anderen Erkrankungen (z.B. einen Bandscheibenvorfall) entstehen. Sie können an allen Muskeln des Körpers auftreten, finden sich jedoch häufig in der Muskulatur des Nackens, der Schulter und des Gesäßes. Triggerpunkte können ausstrahlende Schmerzen auslösen (“triggern”), die sich oft wie Nervenschmerzen (brennender Charakter) anfühlen. So können z.B. Triggerpunkte im Kapuzenmuskel des Schulterdaches Kopfschmerzen und Schmerzen hinter dem Auge auslösen, Triggerpunkte im mittleren Gesäßmuskel “Ischias”-ähnliche Schmerzen, die bis ins Bein ausstrahlen. Triggerpunkte können dabei sehr druckschmerzhaft sein.

Durch die gezielte Injektion eines Lokalanästhetikums (z. B. Procain) in den Triggerpunkt kann eine deutliche Linderung oder Schmerzfreiheit erreicht werden. Die Triggerpunktinjektion ist häufig eine symptomatische Therapie als ein Bestandteil der gesamten Schmerztherapie. Sie führt zu einer Reduktion der akuten Schmerzen. Ziel der Therapie sollte es aber sein, die Ursache, die zur Ausbildung der Triggerpunkte geführt hat, zu behandeln. 

Bei der periduralen Injektion (PDI) handelt es sich um eine Therapie zur Behandlung von Schmerzsyndromen der Wirbelsäule, insbesondere bei Bandscheibenvorwölbungen und –vorfällen sowie nicht knöchern bedingter Verengung des Rückenmarkskanals (Spinalkanalstenose). Bei der injizierten Substanz handelt es sich um ein Kortikoid (Triamcinolon). Triamcinolon ist ein Wirkstoff, der entzündungs- und wachstumshemmend dadurch abschwellend wirkt und die körpereigene Abwehr unterdrückt; er zählt zu der Gruppe der Glucocorticoide). 

Die peridurale Injektion wird in der Regel am sitzenden Patienten und zur Verhinderung von Komplikationen unter sterilen Bedingungen durchgeführt. Nachdem die Haut und das darunterliegende Gewebe mit einem Lokalanästhetikum infiltriert worden sind, erfolgt der Vorschub der Nadel zwischen den Dornfortsätzen der Wirbelkörper durch das Ligamentum flavum ("gelbes Band") in den Periduralraum (Raum vor der Rückenmarkshaut). Nach Sicherstellung einer erfolgreichen Punktion des Periduralraumes wird das Kortikoid injiziert. Wissenschaftliche Studien belegen, dass die peridurale Injektion eine effektive Methode zur schnellen Schmerzreduktion darstellt. Nach Durchführung der Injektion stellen die Patienten eine Besserung der Symptome fest oder sind schmerzfrei. Diese Methode ist als ein Bestandteil der gesamten multimodalen Schmerztherapie zu sehen. Um weitere Belastungen der Bandscheiben im Verlauf zu reduzieren, sollten neben der Schmerzlinderung auch Fehlhaltungen, Überbelastungen und eine Schwäche der Rumpfmuskulatur durch angeleitete Trainingsmethoden im Eigenmanagement und Schulungen korrigiert werden.

Die Transkutane Elektrische NervenStimulation (englisch: transcutaneous electrical nerve stimulation) ist eine elektromedizinische Reizstromtherapie, die vor allem zur Behandlung von Schmerzen (Analgesie) und zur Muskelstimulation eingesetzt wird. Die Methode, mit Reizstrom Schmerzen zu lindern, ist schon seit dem Altertum bekannt. Sie wurde in den 70er Jahren therapeutisch nutzbar weiterentwickelt. Hierbei werden über Elektroden elektrische Impulse auf die Hautoberfläche übertragen, wobei die Elektroden in der Nähe der schmerzenden Stellen plaziert werden(„Der Schmerz wird in die Zange genommen“). Der Reiz selbst ist nicht schmerzhaft. Allenfalls ist ein Kribbeln auf der Haut zu spüren. 

Das Ziel dieser Therapie ist es, Nervenbahnen so zu beeinflussen, dass die Schmerzweiterleitung zum Gehirn verringert oder verhindert wird. Zum einen soll die Schmerzschwelle soll heraufgesetzt werden; zum anderen sollen hemmende Nervenbahnen angeregt und die Endorphinfreisetzung (körpereigene Schmerzstoffe) gesteigert werden. 

In Deutschland ist die TENS-Therapie eine anerkannte Kassenleistung. Die Kosten für die Miete eines Therapiegeräts und in Einzelfällen auch für die Anschaffung werden von der Krankenkasse erstattet.

Sie ist ein Verfahren als Bestandteil der chinesischen Medizin. Hierbei werden feine Nadeln an genau festgelegten Punkten des Körpers eingestochen, sodass chronische Schmerzen beseitigt oder gelindert werden können. Über die Wirkweise der Akupunktur ist bisher erforscht, dass diese Methode lokal die Durchblutung verbessert, einen lokal antientzündlichen Effekt besitzt, Endorphine (körpereigene Schmerzstoffe) freisetzt und die Regulation innerer Organe durch sogenannte somatoviscerale Reflexe positiv beeinflusst und somit zur Schmerztherapie beträgt.

In unserer Praxis werden zusätzlich zur Körperakupunktur die Verfahren der Ohrakupunktur, der Yamamoto Neuen Schädelakupunktur (YNSA) und der Mundakupunktur nach Gleditsch (Injektionsakupunktur) angewandt.

Akupunktur ist nicht immer eine IGeL-Leistung. Seit 2007 zahlen die gesetzlichen Krankenkassen bei chronischen Rückenschmerzen der Lendenwirbelsäule und des Kniegelenks die Kosten einer Akupunkturbehandlung. Viele Kasse bezahlen sie zudem freiwillig auch bei anderen Erkrankungen.

  • Akupunktur ist Kassenleistung bei chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule oder bei Kniegelenksarthrose, wenn die Schmerzen seit mindestens sechs Monaten bestehen.
  • Patienten haben Anspruch auf bis zu zehn Akupunktursitzungen pro Krankheitsfall, und zwar innerhalb von maximal sechs Wochen.
  • Bei Akupunktur als IGeL-Leistung sollten Patienten vor Behandlungsbeginn klären, ob die Krankenkasse bei ihrer Erkrankung die Kosten ganz oder anteilig übernimmt.
  • Auch Krankenzusatzversicherungen können eine Kostenübernahme beinhalten.

Chronische Schmerzen drücken sich nicht nur körperlich aus, sondern haben auch Auswirkungen auf das persönliche Verhalten, auf Stimmungen und seelische Schwankungen, Gedanken, Erwartungen und Überzeugungen der Patienten. Ebenfalls kann sich durch jahrelang ertragenen Schmerz oft auch die soziale und wirtschaftliche Situation der Patienten verschlechtern. Unsererseits gehört das persönliche ganzheitliche Gespräch zur psychosomatischen Grundversorgung. 

Aufgrund dessen behandeln wir bei chronischen Schmerzen die körperlichen Symptome nicht isoliert, sondern bieten eine Mitbetreuung und Behandlung durch einen psychologischen Schmerztherapeuten unseres interdisziplinären Netzwerkes als Bestandteil unserer Schmerztherapie an.

Chronische Schmerzen wirken sich nicht nur auf den Körper, sondern immer auch auf das Denken und Fühlen, sowie Verhaltensweisen aus. Traurigkeit, aber auch Wut und Ärger über die Schmerzen beeinflussen diese ungünstig. Weiterhin können die Angst vor den Schmerzen und dem damit verbunden Schonverhalten schmerzaufrechterhaltend wirken.

Der Schmerz wird zum Mittelpunkt des Lebens und kann zu negativen Veränderungen in Beruf, Familie und im privaten Umfeld führen. Diese Entwicklung äußert sich dann wiederum sehr oft als Schmerzverstärkung. So entsteht ein Teufelskreis: die chronischen Schmerzen werden aufrechterhalten und immer weiter verstärkt. Die Folge davon ist, dass der chronische Schmerz sogar zum eigenen Krankheitsbild wird.

Um einer solchen Erkrankung bei der Behandlung gerecht zu werden überweisen wir Sie in eine stationäre multimodale Schmerztherapie. Diese Therapie wird von einem Team von Kollegen unterschiedlicher Fachrichtungen durchgeführt und beinhaltet sowohl medikamentöse, physiotherapeutische als auch psychologische Therapieverfahren. Ein wesentlicher Behandlungsfaktor ist die aktive Mitarbeit der Patienten. Medizinische und psychologische Schmerztherapie ergänzen sich hierbei mit dem Ziel, den chronischen Schmerz zu lindern, das Schmerzerleben zu verändern und die Bewältigungskompetenz zu verbessern, um dadurch die Lebensqualität positiv zu ergänzen.

In unserer schmerztherapeutischen Praxis bieten wir Ihnen umfassende Behandlungsmöglichkeiten zu verschiedenen Schmerzkrankheiten an. 

Darüber hinaus gibt es eine Reihe wünschenswerter, zweckmäßiger und medizinisch sinnvoller Therapien, die nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehören, ärztlich und therapeutisch aber empfehlenswert sind.

Diese nach der gesetzlichen Krankenversicherung medizinisch nicht indizierten Wunschleistungen dürfen wir nicht über die Versichertenkarte oder die gesetzlichen Leistungen – auch nicht aus Kulanz – zu Lasten der Versichertengemeinschaft erbringen, sondern müssen sie nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) privat in Rechnung stellen.

Um den Erfolg Ihrer Schmerztherapie weiter zu optimieren, bieten wir auf Wunsch die folgenden ergänzenden Behandlungsverfahren als Bestandteil einer gezielten Reflex-, Stimulations- und Regulationstherapie individuell abgestimmt an:

  • Manuellen Medizin
  • Neuraltherapie n. Huneke 
  • Procain-Basen-Infusion
  • VNS Analyse
  • Thermo-Schock-Behandlung

Die Manuelle Medizin ist zusammen mit der Chirotherapie (von altgriechisch χείρ cheir ‚Hand‘) eine medizinische Methode, die zur Heilbehandlung angewendet wird, wenn Funktionsstörungen des Bewegungsapparates Beschwerden verursachen. Untersuchung und Behandlung werden ausschließlich mit der Hand durchgeführt.

Die Hauptindikation für die Manuelle Medizin sind Kopfschmerzformen, HWS- und LWS-Schmerzen und neuropathische Schmerzen (Nervenschmerzen).

Die Neuraltherapie nach Huneke ist eine ganzheitliche Regulationsmethode zur Anwendung bei akuten und chronischen Erkrankungen. Sie ist eine der bekanntesten Naturheilverfahren und hat kaum Nebenwirkungen. Voraussetzung für die Therapie ist ein gut ausgebildeter Arzt mit Erfahrung im Umgang der Methode. Bei der Neuraltherapie wird ein Lokalanästhetikum (meist Procain) an genau definierte Körperstellen injiziert, um körpereigene Regelkreise positiv zu beeinflussen. So werden natürliche Selbstheilungsprozesse aktiviert und der Körper in die Lage versetzt, Krankheiten (z. B. Schmerzen selbst auszuheilen oder zu lindern).

Der sicher bekannteste Ansatzpunkt bei der Neuraltherapie ist der therapeutische Einsatz von Lokalanästhetika direkt an die schmerzende Stelle. Doch Schmerzen haben oft komplexere Ursachen. Der Grund ist die enge „Verschaltung“ verschiedener Körperregionen („Segmente“) über die Nervenbahnen des Rückenmarkes. Gemäß der Segmenttheorie sind bestimmte Hautgebiete über Nervenreflexbahnen mit den entsprechenden inneren Organen verbunden. So lässt sich durch die lokale Reizung des Hautgebietes eines Segmentes das kranke Organ regulieren und den Selbstheilungsprozess initiieren. Als Zeichen der örtlichen Reizung entstehen kurzfristig Quaddeln auf der Haut („Quaddeltherapie“). Zur Segmentbehandlung können auch Injektionen an Muskelverhärtungen, den Kapsel-Bandapparat und an Muskelansätze, sowie die Behandlung von Nerven und Ganglien („Nervenschaltstellen“), intravenöse oder intraarterielle Injektionen gehören. Das verwendete Procain wirkt zusätzlich durchblutungsfördernd und entzündungshemmend. Gerade bei chronischen Schmerzerkrankungen kann es sein, dass die Behandlung im Segment nicht ausreichend ist. Dann ist als nächster Schritt normalerweise eine Behandlung eines „Störfeldes“ angezeigt.

Die Grundlage zur Behandlung des Störfeldes ist, dass verschiedenste schmerzhafte Vorgänge im Körper selbständig in Gang gehalten werden. Schmerzen können durch sogenannte „Störfelder“ erzeugt und beeinflusst werden. Diese entstehen durch Entzündungen verschiedenster Art und senden Impulse aus, die sich im Segment oder an einem fern entlegenen Empfängerorgan als Schmerz oder chronische Erkrankung zeigen können. Typische „Störfelder“ sind erkrankte Zähne, Nebenhöhlenentzündungen oder Narben durch Verletzungen und Operationen, welche nicht vollständig ausgeheilt sind. Diese Störfelder können somit über das weit verzweigte vegetative Nervensystem auf andere Körperregionen ausstrahlen, den Organismus schwächen und Heilungsprozesse blockieren.

Als modernes Regulationsverfahren beeinflusst die Neuraltherapie alle Regelkreise des Körpers: nerval, hormonell, muskulär, zirkulatorisch und lymphatisch ebenso wie Skelett, Verdauungs- und Ausscheidungsorgane. 

Bei akuten und einfachen Störungen können individuell verschieden 1-4 Behandlungen genügen, bei chronischen und komplexen Krankheitsbildern sind durchschnittlich 8 - 10 Behandlungen zur Besserung oder Abheilung zu erwarten. Rückfälle können wie auch bei schulmedizinischen Behandlungen auftreten und erneute Anwendungen erfordern.

Die Neuraltherapie setzt nachhaltig Heilungsprozesse in Gang und  ist insbesondere bei chronischen Schmerzerkrankungen wie Kopfschmerzen unterschiedlicher Ursache, Gelenkerkrankungen, Nervenschmerzen, chronischen Nacken-Schulterverspannungen, Schmerzen durch OP-Narben und Rückenschmerzen eine Methode zur Schmerzbehandlung im Rahmen eines ganzheitlichen Therapiekonzeptes der Schmerztherapie. Die Neuraltherapie kann mit jedem schulmedizinischen Verfahren kombiniert werden. 

Durch Verschiebungen des Säure-Basen-Haushalts entsteht eine Übersäuerung des Körpers die eng in Verbindung mit vielen Krankheiten steht. Die Procain-Basen-Infusion reguliert und stabilisiert den Säure-Basen-Haushalt. Aufgrund der hohen schmerztherapeutischen und antientzündlichen Wirkung des Procain und Natriumbikarbonat-Gemisches, kann die nebenwirkungsarme Therapie bei einer Vielzahl von Krankheitsbildern eingesetzt werden. Procain wirkt schmerzstillend und durchblutungsfördernd. Gute Ergebnisse erzielt die Therapie bei HWS- und LWS-Syndrom, Fibromyalgie, Spannungskopfschmerzen und Migräne.

Bei der Thermo-Schock-Behandlung handelt es sich um eine Reflextherapie wie z. B. die Akupunktur und die Elektrotherapie. 

Bei dieser Therapie wird mit intensiver Kälte gearbeitet, die aus Kohlendioxid und Druck erzeugt wird. Diese schonende Methode hat sich bei Muskelverspannungen, Rücken- und Nackenschmerzen, Morbus Sudeck bewährt. Ideal ist sie auch bei der Behandlung von Hämatomen, Zerrungen und Schwellungen.

Palliativmedizin

Viele Menschen machen sich Gedanken über die letzte Phase ihres Lebens. Sie fragen sich: Wie wird es mit mir zu Ende gehen? Wie werde ich die letzten Tage, Wochen oder Monate meines Lebens verbringen? Werde ich einmal zu Hause sterben können oder wird man mich ins Krankenhaus bringen? Werden Menschen bei mir sein, mir beistehen und Kraft geben? Werde ich unerträgliche Schmerzen haben oder leiden müssen?

Die Palliativmedizin konzentriert sich auf die bestmögliche medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Behandlung und Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen und ihrer Angehörigen. Ziel ist es, für eine weitgehende Linderung der Symptome und Verbesserung der Lebensqualität zu sorgen. Hierbei ist wichtig zu betonen, dass sich auch stark belastende Symptome wie Luftnot, Übelkeit, Schmerzen und Angst palliativmedizinisch lindern lassen. Eine adäquate ambulante oder stationäre Hospiz- und Palliativversorgung kann oft auch den heute viel diskutierten Wunsch nach „Beihilfe zum Suizid" oder „Tötung auf Verlangen" in den allermeisten Fällen ausräumen.

Wir verstehen es als unsere ärztliche Aufgabe, sich Menschen in Not mit aller Kompetenz und Fürsorge zuzuwenden! Als in Freiburg und der Region tätige Palliativmediziner, möchten wir schwerkranken Menschen jeden Alters eine hochwertige Versorgung sowohl unmittelbar persönlich als auch durch Einbeziehung aller verfügbaren Institutionen in diesem Bereich ermöglichen. Deshalb arbeiten wir zusätzlich als ärztliche Mitarbeiter im Palliativnetz Freiburg. Es bestehen vielfältige Netzwerke mit stationären Fachabteilungen, dem Hospiz Karl-Josef, dem Pflegeheim Haus Katharina Egg und anderen Pflegeheimen, den Palliativstationen, der Brückenpflege, ambulanten Pflege- und Hospizdiensten und Selbsthilfegruppen. Darüberhinaus setzen wir uns in zahlreichen regionalen Fortbildungsveranstaltungen für die Verbesserung der Qualifikation aller palliativmedizinisch Tätigen intensiv ein.

Um mit schwerkranken Menschen über ihre Belastungen, Sehnsüchte und auch ihre Wünsche angemessen sprechen zu können, bedarf es Zeit und Raum. Alleine oder zusammen mit Angehörigen und Lebensgefährten können wir mit Ihnen Wege und Möglichkeiten ausloten, um einen guten gemeinsamen Weg zu finden!

Uns ist es ein besonderes Anliegen das Wissen in der Bevölkerung rund um das Lebensende zu verbessern. Das Sterben macht uns als Mitmenschen oft hilflos. Uraltes Wissen zur Sterbebegleitung ist mit der Industrialisierung schleichend verloren gegangen.

Um diesem entgegenzuwirken, bieten wir gemeinsam mit dem Interdisziplinären Palliativzentrum Südbaden einen Kompaktkurs  "Letzte Hilfe“ an.

In diesen Letze Hilfe Kursen lernen interessierte Bürgerinnen und Bürger, was sie für die Menschen, die Ihnen nahestehen, am Ende des Lebens tun können.

Hierbei vermitteln wir Basiswissen, Orientierung und einfache Handgriffe. Sterbebegleitung ist durchaus in der Familie und Nachbarschaft menschlich möglich und zu leisten. Wir möchten Ihnen Grundwissen an die Hand geben und Sie ermutigen, sich Sterbenden zuzuwenden. Denn Zuwendung ist das, was wir alle am Ende des Lebens am meisten brauchen.

Eine Anmeldung ist über letztehilfe(at)palliativzentrum-suedbaden.de möglich.